Kunst und Naturwissenschaft werden oft als Gegensätze angesehen, aber mein Weg zur Kunst führt über die Biologie. Für mich liegt darin kein Widerspruch, denn beide versuchen, die Welt zu erkennen, auch wenn die Wege dazu unterschiedlich sind. Naturwissenschaftliche Erkenntnis ist für mich daher auch eine Form von Ästhetik, ja von „Spiritualität“. Sie ist ein Blick in die Details des Lebens, und sie entzaubert es nicht, sondern läßt es erst in seiner ganzen Fülle erkennen. In meinen Bildern versuche ich, diese Ästhetik des Erkennens visuell umzusetzen. So waren meine Bilder zu Beginn reine Fotografien, die Wirkung entstand aus der Auswahl der Motive und der verfremdenden Wirkung der Vergrößerung und der optischen Trennung vom Hintergrund. Durch die Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung sind neue Aspekte hinzugekommen. Zum einen erlaubt sie das Herauslösen, Arrangieren und Verfremden von Motiven, um ihre Eigenarten hervorzuheben, zum anderen die völlige Neuzusammenstellung des Abgebildeten und die Erschaffung von Scheinwirklichkeiten.
Meine Bilder entstehen mit Fotoapparat und Computer. Einige sind reine Fotografien, die lediglich mit „digitaler Dunkelkammerarbeit“ zum Ausdruck vorbereitet wurden, andere Bildmontagen und digital verfremdete Bilder, einige schließlich „digitale Malereien“, die zwar auf Fotografien zurückgehen, mit diesen am Ende aber nichts mehr zu tun haben. Die Drucke werden als Unikate oder Kleinauflagen angefertigt.
Die Wiedergabe erfolgt, je nach Werk, auf Fotopapier, Büttenpapier oder Leinwand im Giclée-Verfahren (Piezo-Tintenstrahldruck) mit hochwertigen, lichtechten Pigmenttinten und in der Regel in limitierter Auflage oder als Unikat.